„Wenn wir zusammenkommen“

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Wiedergabe des Kapitels „Wenn wir zusammenkommen“
aus Gesunder Start für Hauskirchen, Kapitel 11 von Felicity Dale


Was geschieht, wenn wir zusammenkommen? Wichtig ist zunächst, sich zu vergegenwärtigen, dass eine Gemeinde in Form einer kleinen Gruppe völlig anders ist als „Kirche“ oder „Gemeinde“, wie Sie sie wahrscheinlich bisher erlebt haben. Manchmal werden wir gefragt: „Ist es wie ein Gebetstreffen?“ Wir beten zwar, aber — nein, es ist nicht wie ein Gebetstreffen. „Ist es ein Bibelkreis?“ Nein, es ist nicht wie ein Bibelkreis, auch wenn wir uns in aller Regel einige Zeit mit dem Wort Gottes befassen. Die wohl größte Versuchung besteht für uns darin, aus unserem Zusammenkommen eine Miniversion einer größeren Veranstaltung zu machen, bei der jemand beauftragt wird, einige Lobpreislieder vorzubereiten, und ein anderer eine Lehre bringt usw. Falls wir das tun, haben wir eigentlich nicht viel davon, dass wir uns als kleinere Gruppe treffen. Die Dynamik einer Klein­gruppe unterscheidet sich erheblich von der einer größeren Gruppe.

Ein normales Familienleben ist interaktiv; alle nehmen daran teil, und es ist für alle zutiefst relevant. Und Gemeinde sollte genauso sein.

Im Neuen Testament wird der Eindruck vermittelt, dass ein Treffen von Brü­dern eher so aussehen sollte wie ein Football-Team, das vor dem Spiel die Köpfe zusammensteckt, wie ein Krankenhaus, wie eine gemeinsame Mahl­zeit in der Familie, wie eine spontane Party und wie der Sammelplatz einer militärischen Einheit — und all das tagtäglich und nicht nur einmal in der Woche. Diese Vergleiche lassen ein Bild entstehen, das sich doch grundle­gend vom Gemeindeleben der meisten Christen unterscheidet.

Robert Lund, The Way Church Ought To Be

Gemeinde ist Familie. Wenn sich eine normale Familie am Mittagstisch einfindet, ist es zum Beispiel sicherlich nicht so, dass die Mutter zu den Kindern sagt: „Wir hören nun alle zu, was Papa sagt.“ Und dann redet der Vater vierzig Minuten lang und erklärt etwas, das für die Kinder nicht sonderlich wichtig ist. Nein. Ein normales Familienleben ist interaktiv; alle nehmen daran teil, und es ist für alle zutiefst rele­vant. Und Gemeinde sollte genauso sein.

Es muss der Heilige Geist sein, der bestimmt, was geschieht, wenn wir zusammenkommen. Er hat geplant, was geschehen soll. Wenn wir es lernen, auf ihn zu hören und seinen Weisungen Folge zu leisten, werden unsere Treffen nie langweilig sein!

In 1. Korinther 11 bis 14 wird beschrieben, was wir tun sollen, wenn wir zusammenkommen. Kapitel 12 erklärt sehr ausführlich, wie wich­tig jedes Glied des Leibes ist und wie unterschiedlich die Glieder in ih­ren Funktionen sind. Dies muss sich in unseren gemeinsamen Zeiten niederschlagen. 1. Korinther 14,26 ist der Schlüsselvers für unsere Zusammenkünfte. Darin heißt es, jeder Einzelne habe etwas beizutra­gen, wenn wir zusammenkämen. Sei es ein Lied, eine Lehre, eine Of­fenbarung, eine Zungenrede oder eine Auslegung — alles muss den Leib aufbauen und erbauen.

Ein solches Treffen, bei dem jeder mit einbezogen ist, kommt ganz natürlich zustande, wenn Christen sich in Privathäusern treffen und sich so miteinan­der hinsetzen, wie es die Familie normalerweise tut. Bitte stellen Sie weder ein Rednerpult auf noch Stühle in Reihen!

Manchmal ändert sich das normale Treffen der Gemeinde, bei dem sich jeder einbringt, ein wenig, wenn ein reisender Apostel, Prophet oder Lehrer in der Gegend ist und ihre Gruppe besucht. Dann wird dieses Treffen so ge­staltet, dass der Bruder oder die Schwester sprechen kann, so wie es in A­postelgeschichte 20,7-11 nachzulesen ist, wo Raum dafür geschaffen wur­de, dass Paulus sprechen konnte. Aber er hat weder das Treffen an sich ge­rissen noch beherrscht. Das griechische Wort, das hier verwendet wird, bedeutet tatsächlich, wie wir schon gesehen haben, „sich unterreden, sich unterhalten, diskutieren, erörtern, einen Dialog führen“. Er führte einen Dialog mit ihnen. Er redete – aber die anderen waren dennoch beteiligt.

Nate Krupp, God’s Simple Plan for His Church

Der Heilige Geist gab uns aus irgendwelchen Gründen keine Punkt-für-­Punkt-Beschreibungen dafür, wie das Alltagsleben des Leibes Christi oder etwa eine Gemeindeversammlung gestaltet werden soll. Sonst hätten wir die äußerlichen Formen der Gemeinde nachgeahmt und verehrt, anstatt ständig „den Sinn Christi“ für die praktisch unbegrenzten Möglichkeiten zu erkunden, wie sich Prinzipien und Verhaltensweisen, die den neutestament­lichen „Weinschlauch“ widerspiegeln, zum Ausdruck gebracht werden kön­nen. Ja, ein Großteil des Christentums hält sich in sklavischer Weise an herzlose Rituale. Wir sollen die apostolischen Traditionen, von denen Paulus sprach, in Ehren halten und umsetzen und dabei darauf achten, dass wir die neutestamentlichen Werte, die dahinter stecken, bewahren, und nicht ein­fach nur äußerliche Rituale kopieren.

Robert Lund, The Way Church Ought To Be

Bereits ein Jahrhundert bevor vergleichbare Bewegungen in England ent­standen, wiesen die frühen Treffen der Täufer schon ähnliche Merkmale auf. Sofern sie nicht durch Verfolgung gezwungen waren, sich auf Äckern, in Gassen, ja sogar in Höhlen zu treffen, kamen sie anfangs in Privatwohnun­gen, Scheunen oder angemieteten Zimmern zusammen.

Ein Brief aus dem Jahr 1608 beschreibt ein typisches Treffen dieser Art. Es umfasste allgemei­nes Gebet derer, die anwesend waren, eine Lesung aus der Schrift mit anschließendem Gespräch über die Bedeutung des Gelesenen, improvisierte Lehre, wenn ein oder mehrere Teilnehmer vom Geist so geführt wurden, ein Abschlussgebet, abschließende Worte der Ermahnung und Ermutigung des Hauptredners des Tages sowie eine Sammlung für die Armen. Es gab auch Gelegenheit für die Anwesenden, einander in praktischer Weise ihre Liebe zu demonstrieren. Diese kleineren Treffen dauerten durchschnittlich etwa vier Stunden. Einmal im Monat kamen mehrere solcher Gruppen in einer größeren Versammlung zusammen, um gemeinsam anzubeten, sich gegen­seitig Rechenschaft zu geben und auch, um die Zuwendungen an die Be­dürftigen in der weiteren Umgebung zu organisieren.

Robert und Julia Banks, The Church Comes Home

Das Treffen der Gemeinde, so wie es sich die Schrift vorstellt, sollte jedem Mitglied der Versammlung gestatten, sich an der Erbauung des Leibes als Ganzes zu beteiligen (Eph 4,16). Gegenseitigkeit war das Gütesiegel eines neutestamentlichen Treffens — „jeder Einzelne von euch“ war das herausra­gende Charakteristikum. Es wurden zwar Lobpreis- und Anbetungslieder gesungen, aber das war nicht darauf beschränkt, dass diese Zeit von einer besonderen Gruppe „professioneller“ Musiker geleitet wurde. Das Treffen war vielmehr offen, so dass „jeder“ der Gemeinschaft mit seinem Gesang dienen konnte. […] Angesichts dieses offenen Rahmens kann man mit Recht annehmen, dass die ersten Christen regelmäßig ihre eigenen Lieder schrieben und sie während des Treffens den anderen Heiligen mitteilten.

Jeder einzelne Gläubige, der ein Wort von Gott hatte, bekam die Freiheit, es durch seine spezielle Geistesgabe zu vermitteln. Ein typisches neutesta­mentliches Gemeindetreffen könnte deshalb folgendermaßen ausgesehen haben: Ein Kind bringt das Wort Gottes durch ein Anspiel und ein Lied, eine junge Frau gibt ihr Zeugnis, ein junger Bruder hat eine Ermahnung oder Er­mutigung, worüber man sich in der Gruppe austauschte, ein älterer Bruder legt einen Abschnitt aus der Schrift aus mit anschließendem Gebet, eine äl­tere Schwester erzählt von einer geistlichen Erfahrung, die sie gemacht hat, mehrere Teenager bringen zur Sprache, was die vergangene Woche in der Schule los war, und bitten um Gebet, und die ganze Gruppe pflegt schließlich Tischgemeinschaft bei einem gemeinsamen Mahl.

Frank Viola, Rethinking the Wineskin

Jede Volksgruppe, Nation, Kultur und Sprachgruppe hat eine andere Art, sich zu treffen. Wie Menschen zusammenkommen, ist in jeder Kultur an­ders. Auf welche Art und Weise man sich am sinnvollsten trifft, muss man herausfinden und kann nicht vorgeschrieben werden. Es ist ein Abenteuer in Gewässern, in die sich bislang nur wenige vorgewagt haben.

Gene Edwards, How to Meet

 Als sich die Gläubigen der Urgemeinde versammelten (Apg 2,42),

… verharrten [sie] aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.

Das sind die vier Elemente, die wir in unsere gemeinsamen Zeiten in­tegrieren möchten.

1.  Die Lehre der Apostel  — das Studium des Wortes Gottes

Wenn sich unsere einfachen Gemeinden rasch multiplizieren sollen, werden wir auf den Luxus, jahrelang einen Bibellehrer auszubilden, verzichten müssen. Oft wird ein junger Christ schon nach kurzer Zeit Leitungsverantwortung übernehmen. Auch Paulus war mit dieser Si­tuation konfrontiert, denn manchmal reiste er recht bald zum nächs­ten Ort weiter. In Philippi verweilte er beispielsweise nur einige Tage (Apg 16,12). Aus diesem Grund müssen wir die Sache grundsätzlich so handhaben, dass die Bibel sich selbst erklären kann und dass schon die jüngsten Christen in der Lage sind zu leiten.

Mehr als einmal sag­ten Leute zu uns, sie hät­ten innerhalb weniger Mo­nate in einer Hauskirche mehr gelernt als durch jah­relanges Hören guter
Predigten!

Wir evangelikalen Christen neigen dazu, stets zu betonen, wie wichtig gute Lehre sei. Doch das ist nicht der springende Punkt. Ent­scheidend ist, dass die Menschen wirklich etwas von der Schrift lernen und sie in alltäglichen Lebenssituationen anwenden. Statistiken bele­gen, dass wir weit mehr durch aktive Beteiligung lernen als durch bloßes Zuhören.

Wie uns die Wissenschaft erklärt, erinnern wir uns an 20 Prozent dessen, was wir hören, an 50 Prozent dessen, was wir hö­ren und sehen, und an 70 Prozent dessen, was wir hören und sehen und dann selbst sagen. In einer einfachen Gemeinde ist es möglich, dass wirklich jeder mit einbezogen wird. Zur Zeit des Neuen Testa­ments war „Lehre“ ein sehr viel interaktiverer Prozess als heute; so beschreibt die Bibel beispielsweise die ausführliche Lehre des Paulus in Ephesus mit dem Wort dialegomai, von dem sich unser Wort „Dia­log“ ableitet (Apg 20,7). Jesus sagt, wir sollen neue Jünger lehren, seinen Geboten zu gehorchen. In einer Kleingruppe ist es möglich, dass man Rechenschaft über sein Tun ablegt. Mehr als einmal sagten Leute zu uns, sie hätten innerhalb weniger Monate in einer Hauskir­che mehr gelernt als durch jahrelanges Hören guter Predigten!

In einer Kleingruppe, die wie eine Familie interagiert, reden, berichten, ler­nen und wachsen alle. Alle werden in ihrem Zeugnis immer effektiver, weil man auf ihre Fragen und Probleme eingeht. Dann gehen sie wieder in ihr soziales Umfeld zurück und können rasch andere Leute zu Jüngern machen.

Ein Gemeindegründer aus Indien

Wir versuchen nur selten — wenn überhaupt — in einer formellen Art und Weise zu lehren und ziehen es stattdessen vor, uns in der Gruppe über einen Bibelabschnitt auszutauschen. Im Lauf der Jahre sind wir immer wieder auf die drei im Folgenden beschriebenen Methoden, die Bibel zu studieren, zurückgekommen. Die Methode an sich ist nicht entscheidend; wichtig ist, dass sie ein Gespräch in Gang setzt, an dem alle teilnehmen. Alle drei Methoden erfordern eine Art Modera­tor, der sich darum kümmert, dass die Bibelbetrachtung nicht ins Sto­cken gerät, sich möglichst alle daran beteiligen und niemand (am we­nigsten der Moderator selbst!) das Gespräch dominiert. Es ist nicht Aufgabe des Moderators, alle Fragen zu beantworten. Vielmehr sollte er Fragen an die ganze Gruppe weitergeben: „Was meinen andere dazu?“

Wenn man auf diese Art und Weise die Bibel studiert, hat die Mei­nung aller Beteiligten ihre Berechtigung und Gültigkeit, und so etwas wie eine falsche Antwort gibt es nicht. Was ist nun, wenn jemand an­fängt, Irrlehren zu verbreiten? (Diese Möglichkeit scheint Christen immer Kopfzerbrechen zu bereiten!) Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Dutzend solcher Gruppen erlebt, und dabei ist noch nie vorgekommen, dass jemand durch falsche Lehre auf Abwege ge­raten wäre. Die Bibel — und nicht der Leiter der Gruppe — wird zur Au­torität. Selbst in einer Gruppe mit Neubekehrten wird immer jemand sagen: „Ich glaube nicht, dass das richtig ist“, wenn etwas allzu Son­derbares behauptet wird. Ein guter Moderator wird von jedem, der seine Meinung äußert, irgendeine biblische Begründung verlangen.

Es tut mir leid, wenn ich Sie hier desillusionieren muss, aber jede große Irr­lehre, die in den vergangenen 2 000 Jahren unter dem Volk Gottes Verbrei­tung fand, kam von organisierten Gruppierungen mit „Leitern“, die dach­ten, sie wüssten besser als alle anderen, was Gott denkt.

Wayne Jacobsen, Why I Don’t Go To Church Anymore

In aller Regel werden in unseren Hauskirchen einzelne Bücher der Bi­bel studiert — manchmal ein ganzes Kapitel pro Treffen, meist aber nur ein paar Verse. Weil in manchen Gruppen die Teilnehmer keine geübten Leser sind, lesen wir normalerweise nur einige Verse und sprechen dann darüber, was wir daraus lernen können.

Methode 1

Man liest ein paar Verse. Anschließend werden in der Gruppe drei Fragen beantwortet:

    • Was steht im Text?
    • Was bedeutet das?
    • Welche Auswirkung hat das auf mein Leben?

Vielleicht fragen Sie sich, was denn der Unterschied zwischen den beiden ersten Fragen sei. Aber nehmen wir als Beispiel nur den fol­genden Satz aus Johannes 1: Im Anfang war das Wort. Ohne sich mit der zweiten Frage zu beschäftigen, würde der immense Bedeutungs­reichtum solcher Aussagen unberücksichtigt bleiben. Diese Methode benutzen wir in jenen Hauskirchen, die sich in Seniorenheimen tref­fen. Sie ist sehr einfach und leicht verständlich.

Methode 2

Hierbei handelt es sich um eine modifizierte Methode der Navigato­ren, einem überkonfessionellen Werk mit Betonung auf Jüngerschaft. Man liest einige Verse und sucht dann nach Textinhalten, denen man in Bezug auf sein eigenes Leben eines der drei Symbole Fragezeichen, Kerze oder Pfeil zuordnen könnte. Das Fragezeichen versinnbildlicht ganz offensichtlich etwas, was man nicht versteht. Die Kerze steht für etwas, das etwas erhellt, sei es eine andere Bibelstelle oder eine be­stimmte Lebenssituation. Der Pfeil schließlich weist auf etwas hin, womit Gott unser Herz durchdringt, d. h. man weiß, dass man das Re­den Gottes gehört hat und nun entsprechend reagieren muss. So könnte jemand bei der Bibelbetrachtung sagen: „Bei diesem Vers ha­be ich eine Kerze stehen. Er beschreibt eine Situation, die sich ver­gangene Woche an meinem Arbeitsplatz zugetragen hat …“

Praktische Anwendung:

Bringen Sie ein paar Freunde zu­sammen und pro­bieren Sie die ver­schiedenen Me­thoden des Bibel­studiums aus. Dazu schlage ich folgende Bibelab­schnitte vor:

(Sie werden stau­nen, wie viel Sie lernen werden.)

Wir setzten diese Methode bei der Gründung unserer derzeitigen Gruppe von Hauskirchen ein. Wir luden ein Dutzend Geschäftsleute, die keine Christen waren, ein und studierten das Buch der Sprüche im Hinblick darauf, welche Prinzipien über Geld und Wohlstand darin zu finden sind. Im Verlauf dieses Bibelstudiums gab jeder einzelne Teil­nehmer sein Leben Jesus!

Methode 3

Die dritte Methode haben wir von Robert Fitts gelernt.

Beim Bibelgespräch lesen wir einfach in der Bibel, wobei jeder reihum ein paar Verse liest, abhängig davon, wie viele Leute anwesend sind. Während gelesen wird, ist jeder eingeladen, zu jeder Zeit zu unterbrechen, um etwas zu bemerken oder eine Frage zu stellen.

Robert Fitts, Epheser-4-Schule

 Falls er den Eindruck gewinnt, dass der vorgelesene Abschnitt zu lang wird, unterbricht der Moderator und fragt in die Runde: „Möchte je­mand etwas dazu sagen?“ Aber meist beginnt die Diskussion ohnehin schon nach ein paar Versen. Es sind unsere Gemeinden in den Sozial­wohnungsvierteln, die nach dieser Methode arbeiten.

Wie gesagt, ist die Methode an sich nicht so wichtig. Sie ist lediglich ein Hilfsmittel, um das Ziel zu erreichen: eine Betrachtung der Bibel, bei der alle mitmachen. Hier ist die Bibel selbst der Lehrer, und jeder in der Gruppe ist sowohl in den Lehr- als auch den Lernprozess invol­viert; auch die Anwendung des Gelernten im Alltag betrifft jeden.

Die ernüchternde Realität sieht nun einmal so aus, dass Menschen nicht zu Lehrern werden, indem sie langen Vorträgen zuhören!

Wollen wir damit sagen, dass die traditionelle Form der Lehre da­bei keinen Platz hat? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass kleine Gruppen, die sich in Privathäusern treffen, nicht der beste Rahmen für ausgedehnte Botschaften oder Lehrvorträge sind. Wenn Gott Ihnen eine hilfreiche oder interessante Wahrheit offenbart hat, dann teilen Sie sie mit — kurz und knapp. Die ernüchternde Realität sieht nun einmal so aus, dass Menschen nicht zu Lehrern werden, indem sie langen Vorträgen zuhören!

Unsere gelegentlichen größeren Versammlungen, zu denen mehre­re Hauskirchen miteinander zusammenkommen, unterscheiden sich in zweierlei Hinsicht von den kleineren Treffen. Erstens: Die Chance, dass jemand etwas sagen kann, ist definitiv geringer. Früher oder später kann jeder einmal zu Wort kommen, aber nicht bei jedem Treffen. Zweitens: Aufgrund der größeren Teilnehmerzahl macht es dann oft auch Sinn, einen begabten Gläubigen mit einer vollmächtigen Bot­schaft oder Salbung einzuladen.

Wir haben Folgendes herausgefunden: Je jünger Erwachsene sind, desto weniger interessieren sie sich für hochglanzpolierte Präsentationen. Perfek­tion und Professionalismus sind „Strategien, um Leistung zu demonstrie­ren“, die Leute ansprechen, die etwa zwischen 1935 und 1956 geboren wurden. Für die so genannte „Buster-Generation“ (geboren zwischen 1965 und 1983) sind jedoch Relevanz, Echtheit und Authentizität von entschei­dender Bedeutung. Sie interessieren sich mehr dafür, eine aufrichtige und ehrliche Präsentation zu erleben, die sinnvolle Fragen aufwirft, als eine bis ins Letzte ausgearbeitete und gut einstudierte Rede, die alle Antworten lie­fert.

George Barna, The Second Coming of the Church

Wir stellen immer häufiger fest, dass junge Leute eine Predigt wie eine Vor­lesung oder Präsentation im Stil des „Frontalunterrichts“ sehen, die für sie einseitige und ineffektive Stellungnahmen sind. Gemeinden, die mit interak­tivem Lernen, Predigten im Dialog und anderen Formen „sokratischer“ Kommunikation experimentieren, treffen dagegen den Nerv junger Erwach­sener. Im Denken der „Buster-Generation (siehe oben) ist die Teilnahme am Lernprozess und an der Findung von Wahrheiten oder Prinzipien sogar noch entscheidender als die Wahrheiten an sich.

George Barna, The Second Coming of the Church

Das mag den einen oder anderen vielleicht überraschen, aber in einer Ver­sammlung der Heiligen hat das „Predigen“ keinen Platz. Es gibt fünf grie­chische Wörter, die allesamt in dem englischen Wort für „predigen“ aufge­gangen sind; sie alle bedeuten etwas Ähnliches, nämlich „die Frohe Bot­schaft feierlich verkünden, veröffentlichen, ankündigen, proklamieren, er­zählen“. Überall, wo diese griechischen Wörter im Neuen Testament vor­kommen, stehen sie im Kontext der Verkündigung der Frohen Botschaft an die Verlorenen und nicht im Zusammenhang mit einer Versammlung von Gläubigen.

Das Predigen muss „draußen“ stattfinden, dort, wo die Verlorenen sind: von Tür zu Tür, auf den Wegen, auf dem Marktplatz, auf den Feldern, auf den Landstraßen und an den Zäunen.

Nate Krupp, God’s Simple Plan for His Church

 2.  Gemeinachaft

Studien der frühen Kirchengeschichte zeigen, dass die Liebe der Chris­ten untereinander einen genauso großen Anteil daran hatte, dass so viele Menschen für ihre Sache gewonnen werden konnten, wie die Botschaft an sich. Die Tatsache, dass diese Liebe kulturelle, religiöse und ethnische Barrieren überwand, ja sogar die Kluft zwischen Skla­ven und Freien überbrückte, war für alle ein gewaltiges Zeugnis.

Selbst wenn man das Neue Testament nur oberflächlich liest, kommt man unweigerlich zu der Schlussfolgerung, dass die ersten Jünger auf eine sehr tiefgehende und bedeutsame Weise ihr Leben miteinander teilten. In der westlichen Welt und in der heutigen Zeit ist Gemeinschaft tendenziell eher oberflächlich und manchmal über­haupt nicht mehr vorhanden! Wie können wir das ändern?

Jesus lehrte, die Welt würde uns Christen an unserer Liebe zuein­ander erkennen. Der Apostel Johannes, von dem es heißt, er sei der Jünger gewesen, „den Jesus liebte“, schenkt uns in seinem ersten Brief tiefe Einsichten darüber, was Gemeinschaft ist. Er sagt unter an­derem: Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander … (1 Joh 1,7). Der Text eines alten Liedes, das wir in England immer gesungen haben, lautet sinngemäß:

Wir wollen uns füreinander öffnen,
ohne Angst, verletzt oder abgelehnt zu werden.
Denn wir müssen unsere Schwächen bekennen,
damit die Liebe der Brüder sie bedecken kann,
um echt zu sein und unsere wahre Identität zu finden.

Das ist wahre Gemeinschaft! Es geht darum, mit aufrichti­gem Herzen und ohne Heu­chelei vorein­ander ehrlich zu sein, einan­der zu lieben und sich umeinander zu kümmern.

Das ist wahre Gemeinschaft! Es geht darum, mit aufrichtigem Herzen und ohne Heuchelei voreinander ehrlich zu sein, einander zu lieben und sich umeinander zu kümmern. Es bedeutet, zu wissen, ob sich je­mand in Schwierigkeiten befindet, weil er uns so vertraut ist, dass wir es merken. Es bedeutet, bereit zu sein, die Masken abzulegen, die wir alle aufsetzen („Danke, mir geht’s gut“, mit einem breiten Grinsen, obwohl uns innerlich alles entgleitet); zu riskieren, dass andere uns so kennen lernen, wie wir tatsächlich sind. Echte Gemeinschaft erfordert Zeit und dass wir füreinander da sind.

Johannes zieht in seinem Brief sinngemäß folgendes Fazit: Es ist schwer zu glauben, dass du Gott liebst, den du nicht sehen kannst, wenn sich dies nicht in der Liebe zu deinen Geschwistern nieder­schlägt, die du sehen kannst.

Wesley ermutigte seine Leute, in ihren anglikanischen Gemeinden zu blei­ben, aber das eigentliche Herz der Bewegung bildeten die Treffen der klei­neren, als „Klassen“ bezeichneten Sektionen innerhalb der großen metho­distischen „Gesellschaften“ (societies).

Entscheidend im Hinblick auf die Zugehörigkeit des Einzelnen war, dass man dieses persönlichere und innigere Maß an Gemeinschaft und die Mit­gliedschaft in einer solchen „Klasse“ verlangte, bevor jemand der „Society“ beitreten konnte. Das Treffen der „Klassen“ war der Eckstein des gesamten Gebäudes. Die „Klassen“ waren im Prinzip Hausgemeinden (und keine Klassen, in denen gelernt wurde, wie der Begriff vermuten lassen könnte), die sich in den einzelnen Vierteln trafen, wo die Leute wohnten. Sie trafen sich normalerweise an einem Abend pro Woche für etwa eine Stunde. Dort berichteten die Einzelnen über ihre geistlichen Fortschritte oder über spe­zielle Nöte oder Probleme und erhielten die Unterstützung und das Gebet der anderen Teilnehmer. Je nachdem, was erforderlich war, wurde ein Rat oder eine Ermahnung ausgesprochen, wurden Streitigkeiten geschlichtet oder Missverständnisse ausgeräumt. Und nachdem sie eine oder zwei Stun­den mit dieser „Liebesarbeit“ zugebracht hatten, schlossen sie mit Gebet und Dank.

Zitat von J. Wesley aus
The Radical Wesley: Patterns of Church Renewal von H. Snyder

Betritt man diese ekklesia des ersten Jahrhunderts, sieht man Menschen, die einander kennen, die täglich ihr Leben miteinander verbringen und ein­ander helfen, wo sie nur können. Jeder ist im Leben des anderen präsent. […] Diese Leute, die durchaus ihre Probleme mit zwischenmenschlichen Be­ziehungen haben, lieben sich aber gleichzeitig. […] Wenn dieses Element bei Ihnen nicht überreich vorhanden ist, so dass es Ihnen regelrecht ins Au­ge sticht und Sie tief berührt, dann haben Sie schlicht und ergreifend nicht die ekklesia, gleichgültig, was Sie zu haben glauben.

Gene Edwards, How to Meet

Es gehört zur biblischen Gemeinschaft dazu, dass Menschen einander von ihren geistlichen Erfahrungen in ihrem Alltagsleben erzählen. Sie teilen ein­ander mit, was sie erkannt haben, und bitten um Rat für schwierige Le­bensumstände, wobei sie einander ermutigen, dem Wirken des Vaters noch mehr zu vertrauen. Sie dienen einander, auch wenn es ihnen gerade nicht gelegen kommt, sind ehrlich miteinander, auch wenn es schwer fällt, und ziehen an einem Strang, anstatt einander zu zerreißen. Machen Sie sich auf die Suche nach anderen Gläubigen, mit denen Sie sich regelmäßig treffen können — auch wenn es nur zwei oder drei sind. Beten Sie gemeinsam an, studieren Sie gemeinsam das Wort Gottes und unterstützen Sie einander durch Gebet und praktische Hilfeleistungen.

Wayne Jacobsen, The Naked Church

Und wenn sie sich treffen, fühlen sich alle für dieses Treffen verantwortlich. Der gesamte Leib kümmert sich um alle seine Glieder. Sie lieben Ihn und seine wunderschöne Braut. Kurzum: Sie verkörpern den sichtbaren, lebendi­gen und atmenden Leib Christi.

Gene Edwards, How to Meet

3.  Brotbrechen bzw. miteinander Essen

Die meisten der letzten dreißig Jahre hatten wir mit Treffen zu tun, die in Privatwohnungen und -häusern stattfanden. Aus dieser Erfah­rung heraus gibt es für uns einen Faktor, der mehr als alle anderen darüber entscheidet, ob eine Gruppe Erfolg hat oder nicht: Essen die Leute miteinander, wenn sie zusammenkommen? Gruppen, die ge­meinsame Mahlzeiten einnehmen, geht es ausnahmslos besser als je­nen, die das nicht tun.

Essen spielte offensichtlich im Leben der Urgemeinde, wie auch im Leben Jesu, eine wichtige Rolle. Ein gemeinsames Essen war oft die effektivste Zeit, die Jesus mit Ungläubigen verbrachte, wie wir z. B. an Zachäus oder den Freunden des Matthäus erkennen. Häufig lesen wir auch, dass er mit seinen Jüngern gegessen hat, wie z. B. beim letzten Abendmahl oder in der Zeit nach seiner Auferstehung. Apostelge­schichte 2,46 entnehmen wir, dass die Christen der Urgemeinde mit Jubel und Schlichtheit des Herzens miteinander aßen. In 1. Korinther 11 wird beschrieben, dass sich einige Christen nicht richtig verhielten, als sie ihre gemeinsame Mahlzeit, bei der sie im Abendmahl des Todes Jesu gedachten, einnahmen.

Praktische Anwendung:

Erwarten wir, dass sich in unse­rer Gruppe im­mer dieselbe Per­son um das Es­sen kümmert?

Ein gemeinsames Essen wirkt sich positiv auf die Beziehungen der Menschen untereinander aus. Unserer Erfahrung nach entsteht da­durch eine zwanglose Atmosphäre, die es den Leuten viel leichter macht, von sich zu erzählen. Aber auch hier halten wir uns an gewisse Leitlinien. Wie immer wollen wir sicherstellen, dass etwas leicht re­produzierbar ist. Tischt eine Gastfamilie ein Drei-Sterne-Menü auf, kann dies andere einschüchtern, weil sie denken, auch sie müssten diesen Standard erreichen. In aller Regel gestalten wir das Essen ein­fach, und jeder trägt etwas dazu bei. Wenn wir uns am Abend tref­fen, können diejenigen, die den ganzen Tag in der Arbeit waren, et­was mitbringen, das sie unterwegs noch schnell einkaufen können, zum Beispiel ein paar Getränke oder ein Dessert.

Dieses Minimum an Organisation hat manchmal auch Nachteile, wie z.B. als einmal jede Familie ein Nudelgericht mitbrachte. Doch im Allgemeinen hat sich diese Vorgehensweise recht gut bewährt. Wir versuchen, uns darum zu kümmern, dass immer jemand beim Auf­räumen hilft; und wenn wir wissen, dass Familien mit dabei sind, die finanziell gerade so über die Runden kommen, dann können wir ih­nen in einer dezenten Art und Weise unter die Arme greifen, indem wir ihnen das mitgeben, was am Abend übrig bleibt (weshalb wir manchmal extra große Portionen zubereiten). Auch bei unseren gele­gentlichen Celebrations (unseren großen Festversammlungen), zu de­nen alle Hauskirchen der Gegend zusammenkommen, gibt es ein ge­meinsames Essen, ebenso wie bei unseren Leitertreffen. Wir lieben unsere „Schmaus“-Gemeinde!

4.  Gebete

Unser Gott ist ein kreativer Gott. Wenn wir es lernen, in unseren ge­meinsamen Zeiten dem Heiligen Geist zu folgen, geschehen ganz er­staunliche Dinge. Sobald wir in der Gegenwart Jesu sind, teilt er uns mit, was er auf dem Herzen hat, und während wir auf ihn hören, zieht er uns näher zu sich und führt uns in die Richtung, die er für vorgesehen hat. Es ist, als wären wir die Instrumente eines Orchesters und der Heilige Geist der Dirigent; und wenn jeder von uns die ganz individuelle Melodie spielt, die der Heilige Geist ihm gegeben hat, macht ER daraus eine Sinfonie.

Es heißt in 1. Korinther 14,26, dass, wenn wir zusammenkommen, jeder einzelne Teilnehmer einen Beitrag hat. Eine offene, gemeinsa­me Zeit, in der jeder das einbringen kann, was er gerade auf dem Herzen hat, ist eines der Merkmale, die eine Gemeinde, die sich in Pri­vaträumen trifft, am stärksten charakterisieren. Denkbare Elemente eines typischen Treffens (wenn es so etwas überhaupt gibt!) sind: An­betung mit Liedern, Bibelversen und Lobpreis; eventuell eine Prophe­tie

Praktische Anwendung:

1.     Wechseln Sie sich in der Grup­pe ab, welche Person(en) das Treffen leitet / leiten bzw. wer Gastgeber ist.

2.     Üben Sie sich darin, ein „Ge­betsgespräch“ zu führen:

♦  Jeder soll sich am Gebet beteiligen

♦  Jeder betet nur einen oder zwei Sätze, bevor der Nächste betet.

oder ein prophetisches Bild eines Teilnehmers mit anschließendem Gespräch darüber; Gebet für die Anliegen und Nöte der Anwesenden; Austausch darüber, was die einzelnen Teilnehmer im Lauf der Woche erlebt und gelernt haben; Gebet für eine Region oder ein Stadtviertel, in der/dem eine neue Hauskirche gegründet werden soll — es gibt un­endlich viele Möglichkeiten.

Das Gebet für Einzelne ist etwas Kostbares. Meist setzt sich die betreffende Person in der Mitte des Raumes auf einen Stuhl und eini­ge andere gehen auf sie zu und legen ihr die Hände auf, um sich mit ihr zu identifizieren. Dann beten wir entsprechend dem genannten Anliegen. Nicht selten haben die Teilnehmer Prophetien, propheti­sche Bilder oder spezielle Bibelstellen für die Person in der Mitte. Die­se Art Gebet kann ein Menschenleben verändern! Was John Wimber, der Gründer der Vineyard-Bewegung, darüber lehrt, fanden wir aus­gesprochen hilfreich: „Glaube buchstabiert man R-I-S-I-K-0.“ Es kann riskant sein, für eine Person kühn konkrete Gebetserhörungen zu er­bitten, doch Gott antwortet auf wunderbare Weise, wenn wir im Glauben vorwärts gehen. Es ist wirklich ein Abenteuer, in unserer gemeinsamen Zeit der Führung des Heiligen Geistes zu folgen!

Die Gemeinde funktioniert dann nach Gottes Vorstellung, wenn es dem Hei­ligen Geist gestattet wird, Gläubige, die zusammenkommen, uneingeschränkt und völlig zu erfüllen, zu salben, zu befähigen und zu begaben sowie in ihnen und durch sie zu wirken. Wenn er die Freiheit hat, jeden ein­zelnen Gläubigen zu erfüllen, und wenn man ihm gestattet, die Treffen der Gläubigen aktiv zu lenken, wird er sich mächtig erweisen und reinigen, be­fähigen und leiten — und dabei seine Früchte, Gaben und Dienste im Über­fluss austeilen. Wir müssen dem Heiligen Geist, nicht Menschen, erlauben, unsere gemeinsamen Zeiten zu leiten und zu salben. Hat eine Gruppe von Gläubigen seine Taufe der Kraft empfangen und lässt sie sich kontinuierlich von ihm leiten, dann wird ihr sein Äußerstes und Bestes zuteil werden.

Nate Krupp, God’s Simple Plan for His Church

Es ist unserer besonderen Spezies (der neuen Schöpfung) angeboren, dass wir miteinander Gemeinschaft pflegen und dabei zwanglos beisammen sind, füreinander sorgen, einander lieben, alles miteinander teilen und mit­einander reden. Es ist unserer Spezies angeboren, mehr über den Herrn Je­sus Christus hören zu wollen […] voneinander.

Gene Edwards, How to Meet

Versuchen Sie einmal, sich einen Ihrer zukünftigen „Gottesdienste“ vorzu­stellen, an dem jeder aktiv teilnimmt. Sie werden unter anderem die folgen­den Elemente sehen, und das wird Sie begeistern:

        • Individuelle Lobpreis- und Anbetungszeiten
        • Dank und Zeugnis
        • Sündenbekenntnis
        • Kurze Zeiten der Stille zum Nachdenken
        • Gegenseitige Ermutigung/Stärkung
        • Gedichte und Lieder, die von den Teilnehmern selbst stammen
        • Fürbitte
        • Berichte über das, was Gott Einzelne gelehrt hat
        • Berichte über Nöte und Anliegen
        • Spontane und verbindliche Entscheidungen einzelner und/oder der Grup­pe, den Nöten und Anliegen zu begegnen

Stellen Sie sich nur vor,

        • wie begeistert Ihre Leute sein werden, wenn Sie jeden Sonntag füreinan­der beten und einander beim Tragen schwerer Lasten helfen können.
        • welche Bereicherung und Freude es ist, zu hören, was die einzelnen Fa­milien von Gott gelernt haben.
        • wie großartig es ist, mit anzusehen, wie Leute, die früher schüchtern und zaghaft waren, vor dem Herrn stehen und ihn anbeten und ihn als den preisen, der er ist, und für das, was er getan hat.
        • wie viel mehr es einem doch bedeutet, wenn man weiß, dass einige der Lieder und der im Wechsel gelesenen Texte von Brüdern oder Schwestern verfasst wurden, die neben einem sitzen — oder gar von einem selbst.
        • wie viel (Vor-)Freude es bereitet, eines Tages eine Gemeinde voller lei­denschaftlicher und wortgewandter Leiter zu haben.

James Rutz, The Open Church

[Ende des zitierten Kapitels – © 2006 by GloryWorld-Medien]


Dieser Artikel gibt nicht in allen Einzelheiten die Meinung von PISTIS.org wieder. Er enthält jedoch ausgezeichnete Anregungen, Vorschläge und Hinweise, wie eine Hausgemeinde wirkungsvoll im Sinne des Neuen Testaments durchgeführt werden kann.

Wenn wir zusammenkommen

In dem Artikel Biblische Grundsätze für eine Hausgemeinde finden sich weitere Anregungen, was bei Zusammenkünften der Hausgemeinde beachtet werden kann.

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