pistis – Warum Hausgemeinden?

πίστις (pistis) – das griechische Wort für Glaube, Vertrauen, Treue – ist ein treffender Begriff für das Thema „Hausgemeinde“. Glaube wird im Neuen Testament mit der Rettung und der Versöhnung mit Gott in Verbindung gebracht:

  • Jesus selbst sagte zu Nikodemus: „Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht“ (Johannes 3,16; alle Bibelzitate in diesem Artikel sind der Neuen Genfer Übersetzung entnommen).
  • Ein Mann in Philippi (Griechenland) fragte den Apostel Paulus und seinen Begleiter Silas: »Ihr Herren, was muss ich tun, damit ich gerettet werde?« Ihre Antwort: »Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und alle, die in deinem Haus leben« (Apostelgeschichte 16,30-31)!
  • An Christen in der Gemeinde in Rom schrieb Paulus: „Denn im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, … zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut. Darum heißt es in der Schrift: »Der Gerechte wird leben, weil er glaubt«“. Später in diesem Brief führt eraus: „Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden“ (Römer 1,17; 10,9).

Man kann für sich persönlich glauben. Aber durch das Zusammenwirken in einer Gemeinde wird der Glaube auf ganz besondere Weise gestärkt. Der Begriff Gemeinde (griechisch ἐκκλησία ekklesía) beschreibt eine für Christus „herausgerufene“ Gruppe von gläubigen Menschen, die füreinander da sind. Der Apostel Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem menschlichen Körper:

„Es ist wie bei unserem Körper: Er besteht aus vielen Körperteilen, die einen einzigen Leib bilden und von denen doch jeder seine besondere Aufgabe hat. Genauso sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – durch unsere Verbindung mit Christus ein Leib, und wie die Glieder unseres Körpers sind wir einer auf den anderen angewiesen“ (Römer 12,4-5).

„Denkt zum Vergleich an den ´menschlichen` Körper! Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht; oder andersherum betrachtet: Er setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die alle miteinander ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Genauso ist es bei Christus. Denn wir alle … sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen1, und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden“ (1. Korinther 12,12-13).

Beide Zitate zeigen, dass es im Sinne Christi „normal“ ist, dass der Dienst für ihn und die Nachfolge in der Regel in einer Gruppe gemeinsam stattfinden. »Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte«, erklärte Jesus (Matthäus 18,20).

Somit ist es erstrebenswert, sich gemeinsam zur Anbetung und für den Gottesdienst zu versammeln. Leider geht es vielen Gläubigen so, dass sie genau das in ihrer traditionellen Kirche oder Gemeinde nicht (mehr) finden. Die Gottesdienste sind häufig nur Routine. Es wird nichts von der Wirkung des Geistes Gottes verspürt. Was besprochen wird, ist oft nicht gehaltvoll, die Anwesenden sind passive Konsumenten.

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